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Alle bisher von einigen Kompressorenherstellern angebotenen gängigen Methoden, die Luftqualität von Atemluftkompressoren zuverlässig und genau zu messen, sind sehr umständlich, relativ ungenau und sehr zeitintensiv. Die Messungen mittels chemischer Reaktion, angezeigt durch Materialverfärbung einer Testsubstanz in einem Glasröhrchen, ist denkbar ungenau und sicher nicht aussagekräftig genug, um über die Qualität der produzierten Atemluft umfassend zu informieren. Um jegliche Diskussionen und eventuelle Produkthaftungsrisiken von vorne herein auszuschließen bietet IDE Compressors den neuen Service "AIRCHECK" eine Atemluft-Spectralanalyse an.
AIRCHECK - FTIR-Spektroskopie - eine leistungsfähige Analysentechnik Seit etwa einem Jahr wird von I.D.E Compressors, eine preiswerte Luftanalyse angeboten, die dem zuvor beschriebenen Verfahren an Genauigkeit und Aussagekraft bei weitem überlegen ist. Immerhin fand es bislang nahezu ausschließlich im Bereich der Forschung und Wissenschaft Anwendung. Dieses Analyseverfahren hört auf den schönen Namen FTIR- (Fourier-Tansformation Infrarot)Spektroskopie. Hinter dieser etwas sperrigen Bezeichnung verbirgt sich eine physikalisch-chemische Messmethode, deren Grundlagen aus der Optik abgeleitet sind und zu deren Verständnis wir nur soviel wissen müssen: Unser sichtbares weißes Licht besteht aus einem Gemisch elektromagnetischer Strahlungsanteile. Jede Komponente nehmen wir als eine Farbe wahr. Durch ein Prisma oder durch Streuung lässt sich das weiße Licht in die einzelnen Bestandteile, das sogenannte Spektrum zerlegen, wie uns die Farben eines Regenbogens von lila über blau, grün, gelb, orange bis rot eindrucksvoll zeigen. Physikalisch sind die einzelnen Farben elektromagnetische Strahlung einer jeweils bestimmten Frequenz bzw. Wellenlänge. Nun erschöpft sich aber das Spektrum nicht mit dem für uns sichtbaren Bereich, sondern geht - nur eben für unser Auge unsichtbar - auf beiden Seiten zu kürzeren (UV-Strahlung) und zu längeren (Infrarot bzw. Wärmestrahlung) Wellenlängen weiter. Ein bestimmter Bereich dieser Infrarotstrahlung wird für die FTIR-Analyse genutzt. Hierbei macht man sich folgenden physikalischen Effekt zunutze: Jede Strahlung wird von der Materie, die sie durchdringt, mehr oder weniger stark absorbiert, d. h. geschluckt. Der Grad dieser Absorption hängt von der Wellenlänge (Farbe") der Strahlung und zugleich von der Art des durchquerten Materials ab. Als Taucher wissen wir z. B., dass alle Farben durch die Materie Luft ziemlich ungehindert durchgehen, während sie durch die Materie Wasser stark geschluckt werden. Dabei reicht blau wiederum weiter als rot. Im Prinzip Gleiches gilt für Infrarot(IR-)strahlung. Jeder einzelne Strahlungsanteil einer bestimmten Wellenlänge wird von den einzelnen Bestandteilen der Luft (Wasserdampf, CO, CO2, etc.) unterschiedlich stark geschluckt. Durchstrahle ich also eine Luftprobe unbekannter Zusammensetzung mit einem Gemisch verschiedener Wellenlängen und kenne ich zugleich die Zusammenhänge zwischen Wellenlänge, durchstrahlter Materie und Absorptionsverhalten, dann kann ich aus der Intensität der einzelnen Strahlungsanteile nach Durchqueren der Probe Schlüsse auf die Anwesenheit bestimmter Bestandteile und deren Konzentration in der Luftprobe ziehen. Dies, sehr vereinfacht, zum Verständnis des Prinzips. Tatsächlich bedarf es eines komplexen Aufbaus, hochempfindlicher Sensoren und komplizierter mathematischer Behandlung der Rohdaten, bis uns ein Spektrum vorliegt. Sie erkennen nun sehr schnell die Vorteile dieses Analyseverfahrens: Es bedarf nur einer einzigen Probe und eines einzigen Analyseganges, um praktisch alle denkbaren Beimischungen zu erfassen und - besonders vorteilhaft - alle diese Stoffe werden automatisch angezeigt. Ich muss nicht mit gezielten Einzelproben im Nebel stochern, nichts geht durch die Lappen". Zudem ist die Genauigkeit des Messergebnisses der Farbumschlagmethode bei weitem überlegen.
Wie geht's praktisch? Möchten wir von einem Kompressor, einer Atemluftflasche oder aus einer TG-Flasche eine solche Luftanalyse durchführen, muss eine Luftprobe gezogen werden. Wir bestellen bei Atemschutz Röser ein AIRCHECK-Set. Nach 2-3 Tagen erhalten wir eine kleine, in Folie luftdicht eingeschweißte, mit Identifikationsnummer versehene Metallflasche mit Spezialanschluss, einen Fülladapter und eine knappe, aber ausreichende Bedienungsanleitung, die zugleich Protokollblatt ist. Der Adapter wird über den Füllschlauch an den Kompressor bzw. mit einem Überströmschlauch an die Druckluftflasche angeschlossen. Nach Verbindung des Adapters mit der Probenflasche wird das Kompressor-/Flaschenventil für genau 3 Minuten geöffnet. Die Probenflasche wird nun gespült und, kontrolliert durch ein Sicherheitsventil, mit 0,2 - 0,3 bar der Probenluft befüllt. Nach Ausfüllen des Protokollblattes mit Probennummer, Probenbezeichnung, etc. geht sie auf dem Postwege an I.D.E. zurück, von wo aus die Analyse veranlasst wird.
Nach der Prüfung bekommt der Kunde dann per Fax oder eMail (wie gewünscht) das Ergebnis mit den aktuellen Werten für Sauerstoffgehalt, Wasserdampf, CO, CO2, Öldunst, Gerüche, andere Schadstoffbelastungen, gemessen nach der DIN EN 12021 mit einem Computerdiagramm. Die in diesem Zertifikat aufgeführten Werte sind mit einem Spectrometer, der derzeit genauesten wissenschaftlichen Meßmethode, ermittelt. Das Zertifikat mit den entsprechenden Daten ist von einem EU-zertifizierten Prüfinstitut ausgestellt.
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